Schleswig-Holsteinisches Künstlerhaus
in der Ottestraße 1 offiziell eröffnet
 
   

 

 

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Am 20.04.1998 schrieb Sylvia Meisner-Zimmermann in der Eckernförder Zeitung:

Es ist soweit: Das Schleswig-Holsteinische Künstlerhaus Eckernförde (SHkh) ist mit seinen vier ateliers fertiggestellt, von vier stipendiaten bezogen und wurde nun am Wochenende sowohl feierlich wie fröhlich eingeweiht. Dabei hatte die Öffentlichkeit drei Tage lang Gelegenheit, sich in den Räumlichkeiten umzusehen, die einzelnen Künstler kennenzulernen und die ersten eindrücke von ihren sehr unterschiedlichen Arbeitsweisen wie -ergebnissen zu sammeln.

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ECKERNFÖRDE

Sven Wlassack, Kulturbeauftragter der stadt Eckernförde und seines Zeichens 1. Vorsitzender des "Förderkreis SHkh", öffnete gemeinsam mit "seinen" stipendiaten am Freitag alle Türen für die zahlreichen Gäste. Mit Wiener Charme und einer gehörigen Portion Humor war die erste Eröffnungsrede sein. So seien alle "gesellschaftlich defizitären Gruppen" schon immer in sogenannten "Häusern" zusammengefasst worden, um sie unter Beobachtung und Kontrolle zu stellen. Es habe schon früher Armenhäuser, Narrenhäuser, Waisenhäuser gegeben, und heute gebe es Frauenhäuser, Krankenhäuser, Künstlerhäuser... Große Heiterkeit in der Zuhörerrunde!

 


Das Schleswig-Holsteinische Künstlerhaus hatte seinen Platz zunächst in Selk vor den Toren Schleswigs, fernab von allem städtischen Getriebe, ruhig und abgeschieden in seiner ländlichen Beschaulichkeit. Von 1987 bis 1996 arbeiteten hier zahlreiche Künstler aus dem In- und Ausland, stipendiaten, gefördert aus Landesmitteln. Aus gemeindepolitischen Gründen musste das Künstlerhaus Selk verlassen und brauchte dringend einen neuen standort.

staatssekretär Dr. Dieter Swatek war vom Kieler Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur nach Eckernförde gekommen, um das "neue" SHkh in der Ottestraße mit aus der Taufe zu heben. In seinem Grußwort erinnerte er an die einzelnen stationen des Umzuges: * Im April 1995 beschließt der Magistrat der stadt Eckernförde, das städtische Gebäude Ottestraße 1 dem Förderkreis SHkh mietfrei zu überlassen. * Im September 1995 geht bei staatssekretär Dr. Swatek der Antrag ein, das Land möge die Mittel für einen Umbau in Höhe von 462.000 Mark zur Verfügung stellen. * Im März 1996 beschließt der Vorstand der Kulturstiftung des Landes, dass das Schleswig-Holsteinische Künstlerhaus mit einer Förderung von 400.000 Mark, damit nahezu 50 Prozent ihres Jahresetats, in Eckernförde entstehen solle.
Die ersten Umbauarbeiten werden in Angriff genommen, der Transfer von Selk nach Eckernförde beginnt. Die bisherigen "Eltern" und Betreuer des SHkh in Selk, das Ehepaar Rathke aus Schleswig, stehen der Neu- und Weiterentwicklung ebenso hilfreich beiseite wie Bürgermeister Klaus Buß und Sven Wlassack mit seinem leistungsstarken Förderkreisvorstand. Nicht zuletzt die seinerzeit aktuellen Kunststipendiaten fassen kräftig mit an.

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April 1998: Nun sind alle Umbauten beendet. Das SHkh hat seinen festen und dauerhaften Platz in Eckernförde gefunden. Das stipendium des Franzosen Jean-Patrice Giraud ist verlängert. Als neue stipendiaten sind hinzugekommen: Simone Kornfeld aus Berlin, Yeyun Zhang aus China und Valerij Ayzenberg aus Russland. Alles strahlt über den gelungenen Neuanfang, vor allem auch Bürgermeister und Kulturfan Klaus Buß. Er ist sicher, dass das
SHkh der Kulturarbeit in "seiner" stadt wertvolle und zusätzliche Impulse geben wird.

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