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| Lebenswege | Lebenswege Übersicht |
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ein Fußabdruck
für’s Leben Michael Spengler realisiert das Projekt „Lebenswege“ in Eckernförde |
![]() Die nächsten Füße warten schon |
| Eckernförde Semjon & Markus Feuerstack |
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„Menschen hinterlassen gerne Spuren.“ erklärt Michael Spengler aus Berlin, der zur Zeit ein viermonatiges stipendium im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus in Eckernförde macht. Während dieses stipendiums wird das Projekt „Lebenswege“ realisiert: Von der Nikolaikirche und dem Rathaus bis zum Mühlenbergfriedhof werden Ziegelsteine ins Pflaster eingebettet, in denen ein Kinderfußabdruck deutlich zu sehen ist.. „Kinderfüße, die zum Friedhof führen, mag makaber klingen“, erläuterte Michael Spengler den Zusammenhang: „aber es sind erstmal nur sichtbare Lebenszeichen“ Als er das stipendium im Künstlerhaus antrat, stellte sich unweigerlich die Frage, was er während dieser vier Monate anstellen sollte. Als gebürtiger Itzehoer mit Norddeutschland verbunden, war für ihn klar, dass es etwas für die stadt Eckernförde sein sollte, etwas im stadtbild bleibendes. Auch dass das Projekt mit steinen zu tun hat, stand für Spengler außer Frage – berufsmäßig hatte er schon als Bildhauer und steinrestaurator gearbeitet, jetzt ist er als Grabkünstler tätig. |
![]() Fußwaschung mit kichern |
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„Ich mache Grabzeichen mit Anlehnung an das Leben des Verstorbenen, das geht nur nach Gesprächen mit den Angehörigen, ist dafür aber einmalig.“ zeigt Michael Spengler seinen Weg, aus einer letzten Ruhestätte gleichzeitig ein Kunstobjekt zu machen. Seinen berufsmäßigen Umgang mit der Vergänglichkeit des Seins bezeichnet er als maßgebend für seine Idee der „Lebenswege“. ein anderer Hauptaspekt seien die hinterlassenen Fußspuren: „Gerade Kinder freuen sich, etwas Bleibendes zu hinterlassen. Deshalb steht auf jedem stein der Name des Kindes und jeder kriegt einen Lageplan des steines.“ Dass die Kinder ihre Fußabdrücke wieder finden und Eltern wie Freunden zeigen wollen, ist Michael Spengler sich sicher: „Man kann sogar nach Jahren noch den Platz aufsuchen, nur um zu sehen, wie der Fuß gewachsen ist.“ nennt er als Idee für die Kinder. Die einzige Grenze der Fußabdrücke war die Größe der Ziegelsteine, deshalb konnten nur Füße bis Schuhgröße 39 in die noch ungebrannten Ziegel gedrückt werden. |
![]() Mutter und Kind, gebrannte Fußspuren |
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„eigentlich schade.“ fanden das sowohl Michael Spengler als auch die im st.-Nikolai-Kindergarten tätige Birgit Rogalla, die mit ihrer Gruppe von 15 Kids im Künstlerhaus zu Gast war. Von dem Projekt zeigte sie sich begeistert: Die Anregung, sich schon zu Lebzeiten mit der eigenen Vergänglichkeit zu befassen, aber nicht negativ oder weinerlich, sondern gelassen, sowie die christliche Komponente der „Lebenswege“ faszinierten sie. Gelassen sollte man sein Ende auch nach Meinung von Michael Spengler sehen: „Auch wenn man es nicht unbedingt merkt, verändert man etwas in der Geschichte. Die Welt würde sich anders drehen, wenn es nur einen einzigen Menschen nicht gegeben hätte, den es gab oder gibt.“ Besonders interessant findet er es, über die Spuren zu philosophieren, die ein Mensch hinterlässt. |
![]() Mit Nummer und Namen versehen lassen... |
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„Spurensuche“ in Zusammenhang mit
seinem bevorzugten Material stein ließ Spengler auf die Idee kommen, von
alten Gehwegsteinen Lithographien (steindrucke) herzustellen. Die
portraitierten steine erhielten ihre Gestaltung durch unzählige Füße, die
sie im Laufe der Zeit abgeschliffen hatten. eine künstlerische Umsetzung
dieser Fußspuren ergab eine Fußabdruckmaschine: Auf Knopfdruck tritt ein
Fuß in ein Wassergefäß, schwenkt um zu einer steinplatte und hinterlässt
dort einen deutlichen Abdruck. Aber flugs springt ein Fön an und merzt den
feuchten Fleck wieder aus… |
![]() ..die Ziegel sich weiter zuordnen |
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In Eckernförde begannen im Sommer
die Experimente mit den durch die Ziegelei Hanerau-Hademarschen
gesponserten steinen und die Verhandlung zur Realisierung des Projekts.
Der Kulturbeauftragte Sven Wlassack griff begeistert die Idee auf und
schaffte es, nach anfänglichen Widerständen, Politik und Verwaltung von
dem Projekt zu überzeugen. |
![]() "Das Lager" |
![]() ![]() Bevor es zu brennen geht wird vorgetrocknet Ab ins Auto, mit den feuchten Teilen... |
![]() und zur Ziegelei (Verwaltung) |
| fast alle Fotos von fognin |
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Schleswig-Holsteinisches
Künstlerhaus e.V. , Sparkasse Eckernförde, BLZ 210 520 90,
Kontonummer 18747, stichwort „Lebenswege“, Spendenquittung ist
möglich |
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